Bibel erklärt

Tulpe in Tinte

Es gibt den Satz: „Der Mensch ist, was er isst.“

Damit ist nicht gemeint, dass er ein Schwein wird, wenn er ein Schweineschnitzel verspeist hat oder ein Küken, wenn er Chicken-Nuggets gegessen hat.
Mit dem Satz ist gemeint: Wenn ich mich vorwiegend von Milchschnitten ernähre, dann werde ich kugelrund. Esse ich regelmäßig Obst und Gemüse, dann bin ich fit. Woran liegt das?
Klar: Der Körper nimmt unsere genossenen Lebensmittel auf, filtert die Grundnahrungsmittel heraus und verwertet oder speichert sie. Aus dem Zucker z. B. legt er Fettpolster für Hungerzeiten an. Aus den Äpfeln baut er sein Immunsystem auf.

Es gibt noch ein anderes Beispiel, an dem deutlich wird, dass das, was in den Körper hinein kommt, diesen auch verändert: Es ist das Experiment mit den Tulpen in der Tinte.


Foto: knipseline@pixelio.de

Stellt man weiße Tulpen in gefärbtes Wasser (z. B. Tintenwasser), dann nehmen sie das Wasser samt Farbe auf und verfärben sich entsprechend.

Nun besteht der Mensch ja nicht nur aus einem Körper, sondern er ist ebenso eine Seele und hat einen Geist. Die Frage ist, ob denn nur unser Körper veränderbar ist oder ob zum Beispiel auch unsere Seele beeinflussbar ist? Und unser Geist? Ist der wandelbar?

Sicher habt ihr das schon so manches Mal beobachtet. Scheint die Sonne hell und ist es angenehm warm, dann steigert sich unsere Laune zusehends. Wenn dagegen tagelang der Nebel kaum einen Sonnenstrahl durchlässt, dann sinkt unsere Stimmung leicht auf den Nullpunkt.
Und wenn dann noch das „Pubertier“ in uns seine Krallen ausfährt, wünschen wir uns oft, wir könnten trotz mieser Laune freundlich mit unseren Eltern reden und geduldig auf unsere kleinen Geschwister reagieren.

Gibt es eine Möglichkeit, die uns so erfüllt und verändert wie die Tinte die Tulpen?

Ja! Dazu gibt zwei Sätze in der Bibel, die Jesus seinen Nachfolgern gesagt hat:

„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“ (Joh. 15,5)

Bei den Weinreben ist es wie bei den Tulpen – und eben wie bei uns Menschen: Das nährstoffreiche Wasser, das sie aufnehmen, erfüllt und verändert sie. Die Reben bekommen ihre Nahrung durch den Weinstock, an dem sie hängen, weil er das Wasser an sie weitergibt. Wird die Wasserader durchtrennt, dann sterben die Reben ab. Solange aber die Verbindung stimmt, wachsen und gedeihen die Reben.

Jesus ist die Liebe in Person. Er hat allen Menschen nur Gutes getan: Er hat ihnen geholfen und sie zurechtgebracht. Er hat für sie die Strafe übernommen, sie dadurch gerecht gemacht und erlöst.

Wenn wir mit Jesus verbunden sind und er in uns wohnt, dann wird unser Wesen zwangsläufig ihm immer mehr ähneln. Seine Art färbt auf uns ab. Das passiert nicht von heute auf morgen, aber stetig geschieht eine Veränderung in uns. Oft merken das erst die anderen und wundern sich, warum wir so ungewohnt reagieren? Manchmal entdecken wir das auch selbst, wenn wir z. B. plötzlich merken, dass wir gelassener sind als in früheren Jahren.

„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“

Jesus ist die Chance, dass aus uns und unserem Leben etwas ganz Wertvolles wird.